Bärenstarke TTF ziehen souverän ins Pokal-Viertelfinale ein

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0

Die TTF Liebherr Ochsenhausen konnten am Sonntag auch ihr drittes Saisonspiel gewinnen und haben mit einem hoch konzentrierten Auftritt gegen den stark eingeschätzten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell souveräner das Pokal-Viertelfinale erreicht als viele erwartet hatten.

Eine Stunde und 50 Minuten brauchten die in Topbesetzung mit den Nummern 6, 19 und 27 der Welt angetretenen Oberschwaben, um den Kontrahenten aus Osthessen um den Weltranglisten-20. Quadri Aruna in die Schranken zu weisen. Die gut 100 Fans, die eines der begehrten Tickets für die Dr.-Hans-Liebherr-Halle ergattert hatten, erlebten kurzweiliges, sehenswertes Tischtennis auf hohem Niveau und TTF-Asse, die vom ersten Ball an zeigten, wie heiß sie auf den Einzug in die nächste Pokalrunde waren – als Zwischenziel auf dem anvisierten Weg ins Final Four (Liebherr Pokal-Finale).

Hugo Calderano ließ im Auftakteinzel gegen Fuldas jungen Linkshänder Fan Bo Meng, der eine Woche zuvor keinen Geringeren als Vizeweltmeister Mattias Falck im Punktspiel geschlagen hatte, nicht den leisesten Zweifel aufkommen, wer den Tisch als Sieger verlassen würde. Der Brasilianer benötigte keine Viertelstunde für seinen 3:0-Erfolg (11:6, 11:5, 11:7).

Es folgte das spannendste Match des Tages zwischen dem bis dahin im TTF-Dress noch sieglosen 20-jährigen US-Amerikaner Kanak Jha und Fuldas Defensivstrategen Ruwen Filus, an dem sich in den letzten fünf, sechs Jahren mancher Ochsenhauser die Zähne ausgebissen hatte. Zweimal legte der von Grenzau nach Ochsenhausen gekommene Jha Satzführungen vor, zweimal konnte Filus egalisieren, doch im Entscheidungssatz hatte der Jungstar aus den Staaten die Nase vorn und nutzte seinen zweiten Matchball zum 11:8 und der beruhigenden 2:0-Führung für sein Team.

Und es sollte noch ein weiterer Leckerbissen folgen: Der in der jungen Saison – ebenso wie Calderano – noch ungeschlagene Simon Gauzy traf im Duell zweier direkter Weltranglistennachbarn auf den mit großem Abstand besten Spieler Afrikas, den Nigerianer Quadri Aruna. Nach einer ganz starken Leistung des 25-jährigen TTF-Franzosen hieß es am Ende 12:10, 11:9, 11:9 für Gauzy – das Viertelfinale war eingetütet. „Simon hat unglaublich gut gekämpft“, freute sich TTF-Cheftrainer Fu Yong nach dem sehenswerten Match.

„Fulda hat eine starke Mannschaft, daher sind wir sehr froh über den deutlichen Sieg“, gab Kanak Jha zu Protokoll, dem die Freude über seinen Sieg gegen Filus anzusehen war. „Der Auftaktsieg von Hugo war sehr wichtig für den weiteren Spielverlauf.“ Sehr angetan war TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Es war sehr souverän und eindrucksvoll, was die Jungs heute gespielt haben“, so Pejinovic. „Es waren gute Matches auf hohem Niveau und unser Team hat eine tolle Leistung gezeigt bei nur zwei Satzverlusten. Jetzt freuen wir uns aufs Viertelfinale und wollen auch diese Hürde nehmen, egal wer der Gegner sein wird.“

Natürlich schaut man nun gespannt auf die Viertelfinalauslosung, auch wenn man in dieser Verfassung vor keinem Kontrahenten Angst haben muss. Die Runde der letzten Acht ist für den 18. Oktober angesetzt.

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0
Hugo Calderano – Fan Bo Meng 3:0 (11:6, 11:5, 11:7)
Kanak Jha – Ruwen Filus 3:2 (11:9, 8:11, 11:8, 3:11, 11:8)
Simon Gauzy – Quadri Aruna 3:0 (12:10, 11:9, 11:9)