Pokal abhaken und in der Liga den Erfolgskurs fortsetzen

Freitag, 19 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen

Wie schon TTF-Präsident Kristijan Pejinovic nach dem Liebher Pokal-Finale in Neu-Ulm sagte, bleibt den Schützlingen von Dmitrij Mazunov gar nicht die Zeit, allzu lange über die Endspielniederlage und deren unglückliche Umstände zu grübeln, da schon wieder ein Doppelspieltag in der Bundesliga ansteht. Und das gegen zwei schwere Gegner, nämlich am Freitagabend in Ehingen gegen den punktgleichen SV Werder Bremen und zwei Tage später beim heimstarken TSV Bad Königshofen.

Und da gilt es für die TTF, die vorweihnachtliche Erfolgsserie auch im neuen Jahr fortzusetzen und den Play-offs immer näher zu kommen. „Wir haben in dieser Saison noch ein großes Ziel vor Augen, nämlich unseren Meistertitel zu verteidigen“, so Pejinovic in Neu-Ulm.

Werder Bremen ist ein heftiger Rivale im Kampf um die Play-offs. Die TTF sind aktuell Tabellendritter mit 24:8 Punkten und einer Spieldifferenz von +19, Werder ist Vierter mit ebenfalls 24:8 Zählern und einer Spieldifferenz von +17. Beide gehören zusammen mit den punktgleichen Düsseldorfern zu den hartnäckigsten Verfolgern von Spitzenreiter Saarbrücken.

Einen Mitkonkurrenten zu schlagen ist immer hilfreich – und genau das haben Simon Gauzy und Kollegen vor. Zumal die Norddeutschen – trotz ihres schwedischen Vizeweltmeisters Mattias Falck – den TTF recht gut zu liegen scheinen. Das Hinspiel an der Weser am 7. Oktober wurde nämlich nach überzeugender Leistung mit 3:1 gewonnen. Hugo Calderano besiegte Falck und den Paraguayer Marcelo Aguirre, Simon Gauzy punktete gegen den Kasachen Kirill Gerassimenko. Lediglich Stefan Fegerl musste damals Falck gratulieren.

Dennoch kommt eine schwierige Aufgabe auf die Oberschwaben zu. Der SV Werder Bremen will die Revanche für das Hinspiel. Die Truppe von der Weser gehört diese Saison nicht von ungefähr zu den Topteams der Liga, nachdem man Falck und den vormaligen Grenzauer Gerassimenko unter Vertrag genommen und damit den Weggang von Bastian Steger mehr als kompensiert hat. Zudem haben sich Spieler wie Marcelo Aguirre oder Hunor Szöcs inzwischen deutlich verbessert. Und im Doppel weist man eine überzeugende 5:1-Bilanz auf. Die Fans in Ehingen dürften Tischtennis auf höchstem Niveau zu sehen bekommen.

„Wir hatten alle ein paar Tage Zeit, die Enttäuschung über die Finalniederlage zu verarbeiten – jetzt gilt es wieder nach vorne zu schauen und am Freitag mit freiem Kopf an den Tisch zu gehen“, so Cheftrainer Dmitrij Mazunov. „Wir wollen vor unseren Fans die richtige Reaktion zeigen und mit einem Sieg möglichst schnell wieder zurück in die Erfolgsspur finden.“ 

DIE MANNSCHAFTEN

TTF Liebherr Ochsenhausen

Hugo Calderano BRA/POR, 23 Jahre, WRL 7, TTBL: 9:1

Simon Gauzy FRA, 25 Jahre, WRL 21, TTBL: 11:6

Jakub Dyjas POL, 23 Jahre, WRL 71, TTBL: 10:4

Stefan Fegerl AUT, 31 Jahre, WRL 79, TTBL: 5:7

Vladimir Sidorenko RUS, 17 Jahre, WRL 171, TTBL: 3:2

Doppel: Fegerl/Sidorenko 2:0; Gauzy/Fegerl 0:1

Cheftrainer: Dmitrij Mazunov RUS, 48 Jahre

SV Werder Bremen

Mattias Falck SWE, 28 Jahre, Weltrangliste Platz 8, TTBL: 18:7

Kirill Gerassimenko KAS, 23 Jahre, WRL 56, TTBL: 10:7

Hunor Szöcs ROU, 27 Jahre, WRL 118, TTBL: 3:6

Marcelo Aguirre PAR, 26 Jahre, WRL 64, TTBL: 5:3

Doppel: Gerassimenko/Szöcs 2:1, Szöcs/Aguirre 3:0

Trainer: Cristian Tamas ROU, 39 Jahre