Samuel Kulczycki komplettiert TTF-Kader

Die TTF Liebherr Ochsenhausen freuen sich, ihren dritten Neuzugang für die Saison 2020/21 bekanntgeben zu können. Es handelt sich um ein weiteres sehr junges Toptalent aus dem Liebherr Masters College (LMC). Der 17-jährige Samuel Kulczycki, geboren am 8. September 2002, wird dem TTBL-Team der Oberschwaben
angehören.

Der junge Pole, der in seinem Heimatland unter anderem für den Topklub Olimpia Unia Grudziadz spielte und zuletzt in Deutschland für Zweitligameister und TTBL-Aufsteiger TTC OE Bad Homburg aufgeschlagen hat, will weiter nach oben und definiert sein Ziel klipp und klar: „Ich möchte der beste Spieler der Welt werden!” 

Der amtierende Jugend-Europameister im Mixed trumpfte zuletzt in seinem Heimatland bei den Polish Open im Oktober 2019 auf, wo er im Doppel gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Landsmann und künftigen Ochsenhauser Teamkollegen Maciej Kubik die Silbermedaile holte. Im U21-Wettbewerb schaffte der Rchtshänder bei dem stark besetzten Turnier den Einzug ins Halbfinale.

„Ganz am Anfang, als ich in Ochsenhausen zu trainieren begann, hatte ich nicht damit gerechnet, aber ich hatte die Hoffnung irgendwann das Ochsenhauser Trikot überstreifen zu können“, sagt Kulczycki. „Ich freue mich sehr, dass sich diese Hoffnung nach relativ kurzer Zeit erfüllt hat.“ Er verspricht: „Für Ochsenhausen spielend, möchte ich das Maximum aus mir herausholen.“

TTF-Präsident Kristijan Pejinovic freut sich über die Verpflichtung. „Mit Samuel Kulczycki und Maciej Kubik sind wir in dieser Generation sehr gut besetzt. Beide trainieren schon seit geraumer Zeit bei uns und sowohl die Trainer als auch ich sind von beiden überzeugt.” Pejinovic fügt hinzu: „Es sind super talentierte Jungs mit Zweitligaerfahrung und internationaler Erfahrung bei den Herren und haben beide ihre Aufgaben dort gut gelöst, sodass der nächste Schritt erfolgen kann. Natürlich wachsen die Bäume nicht in den Himmel, doch bei uns bekommen sie die Zeit, die sie brauchen, um entscheidend voranzukommen. Wir bleiben mit diesen Verflichtungen unserer Philosophie treu, mit jungen Spielern etwas aufzubauen und diese an die Spitze heranzuführen.”

Damit sind die Kaderplanungen der TTF Liebherr Ochsenhausen für die kommende Spielzeit abgeschlossen. Mit Hugo Calderano, Simon Gauzy, Kanak Jha, Maciej Kubik und Samuel Kulczycki geht der amtierende Deutsche Meister optimistisch in die neue Saison.

 
Hätten Sie damit gerechnet, nach relativ kurzer Zeit im Liebherr Masters College bereits die Chance zu erhalten, für die TTF Liebherr Ochsenhausen in der Bundesliga zu spielen, mit Weltklassespielern wie Hugo Calderano oder Simon Gauzy in einem Team?  
 
„Ganz am Anfang, als ich in Ochsenhausen zu trainieren begann, hatte ich nicht damit gerechnet, aber ich bekam mit der Zeit immer mehr Hoffnung, irgendwann das Ochsenhauser Trikot überstreifen zu können. Ich freue mich sehr, dass sich diese Hoffnung nach relativ kurzer Zeit erfüllt hat.“
 
Sie haben eine Saison in Deutschlands 2. Liga hinter Dir, wie waren Ihre Eindrücke? Wie groß ist der Unterschied zur TTBL Ihrer Meinung nach?
 
„Richtig, letzte Saison habe ich bei Bad Homburg in der 2 Liga gespielt und wir haben sogar den Aufstieg in die TTBL geschafft. Die Saison davor habe ich in der polnischen Superliga gespielt. In der polnischen Superliga hat es sich ganz anders gespielt, es herrschte eine komplett andere Atmosphäre. Ich bin nicht zufrieden mit der Bilanz, die ich in der 2. Liga gespielt habe, ich denke, da wäre mehr drin gewesen, speziell zu Beginn der Saison. Die Rückrunde dagegen lief deutlich besser. [Gesamtbilanz: 9:7 im Einzel, 9:2 im Doppel]. In der 1. Bundesliga gehört jeder Spieler zur Weltspitze oder erweiterten Weltspitze – meiner Meinung nach ist das der wesentliche Unterschied zur 2. Bundesliga.“
 
Gehen Sie davon aus, dass Sie sich durch das intensive Training in Ochsenhausen rasch weiter verbessern können?
 
„Ja, ich bin überzeugt davon, dass das gute, zielgerichtete Training in Ochsenhausen mir helfen wird, den nächsten Schritt zu machen sowie mich allgemein weiterzuentwickeln.“
 
Was sind gegenwärtig Ihre Hauptstärken, wo liegen noch Schwächen?
 
„Ich denke, dass meine Stärken die Schnelligkeit und das Ballgefühl sind. Weiter verbessern muss ich mein Aufschlag/Rückschlag-Spiel sowie meine Physis.“
 
Wie gehen Sie in schwierige Wettkämpfe hinein, eher lässig und entspannt oder aufgeregt?
 
„In wichtige Turniere versuche ich innerlich ruhig und relaxed hineinzugehen, nach außen jedoch mit Kampfgeist, dem Gegner signalisierend, dass es keinen Punkt umsonst geben wird.“
 
Was wollen Sie mit den TTF Liebherr Ochsenhausen in der kommenden Saison erreichen?  
 
„Für Ochsenhausen spielend, möchte ich das Maximum aus mir herausholen, immer 100 Prozent geben und um jeden Ball kämpfen.“
 
Welche Ziele streben Sie generell im Tischtennissport an? Wie weit nach oben wollen Sie kommen?
 
„Mein Ziel ist es, in die Weltspitze vorzustoßen. Einer meiner größten Träume ist, wie bei vielen anderen Sportlern, eine Medaille bei den Olympischen Spielen.“