Team-Quali für Tokio: Simon Gauzy mit Frankreich erfolgreich

Zehn Ochsenhauser Tischtennis-Profis – vier aus dem Bundesligateam der TTF, sechs aus dem Liebherr Masters College (LMC) – waren bis Sonntag im portugiesischen Gondomar beim Mannschafts-Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Tokio im Einsatz. Mit ihren Nationalteams wollten sie eins der neun zu vergebenden Olympia-Tickets lösen – ein schwieriges Unterfangen, da 34 Herren-Nationalmannschaften, darunter richtig starke, in der „Verlosung“ waren und mit viel Herzblut und Energie um ihren Platz bei den „Spielen“ kämpften.

Geschafft hat es am Ende von den Teams mit Ochsenhauser Beteiligung nur Frankreich. Zwei 3:0-Siege gab es für die Équipe Tricolore. Simon Gauzy und die französische Auswahl besiegten Dänemark und die Slowakei deutlich und lösten ihr Ticket für Tokio überaus souverän. Dabei setzte sich Gauzy mit jeweils 3:1 gegen Jonathan Groth und Lubomir Pistej durch. Auch Can Akkuzu aus dem LMC gehörte dem erfolgreichen französischen Team an, kam allerdings in Gondomar nicht zum Einsatz.

Nicht geklappt hat es dagegen für Jakub Dyjas und Polen, die zunächst Litauen und Nigeria ausschalteten – mit einem bemerkenswerten 3:1-Sieg von Dyjas über den Weltranglisten-18. Quadri Aruna –, doch dann im Achtelfinale mit 0:3 gegen Taiwan sowie in der zweiten Turnierphase mit 1:3 gegen Hongkong unterlagen. Gegen Hongkong besiegte Dyjas Lam Siu Hang mit 3:1, unterlag aber Ho Kwan Kit mit 2:3. Samuel Kulczicky und Maciej Kubik und aus dem College waren auch Teil der polnischen Mannschaft, wobei Kulczicky allerdings nur im Doppel spielte und Kubik gar nicht zum Einsatz kam.

Das Aus in der Runde der letzten 32 gab es darüber hinaus für Stefan Fegerl und Österreich – mit 2:3 zog man gegen das Überraschungsteam des Turniers, Serbien, den Kürzeren. Die gerade einmal an Position 27 gesetzten Serben hatten bereits am Donnerstag die eindeutig favorisierten, an 6 gesetzten Spieler aus der Alpenrepublik überrascht, wobei Stefan Fegerl im alles entscheidenden Match mit 9:11 im Entscheidungssatz gegen Dimitrije Levajac den Kürzeren zog. Dass dieser „Nobody“ Levajac etwas kann, zeigte er später erst recht beim Sensationssieg seines Teams gegen die hoch favorisierten Hongkong-Chinesen, als er im entscheidenden Match deren Topspieler Wong Chun Ting besiegte.

Vladimir Sidorenko und das russische Team hatten kein Losglück und standen beim 0:3 gegen die topgesetzten Südkoreaner in der Runde der letzten 32 auf verlorenem Posten – Sidorenko kam dabei allerdings nur im Doppel zum Einsatz.

Die LMC-Spieler Bence Majoros und Adam Szudi kämpften mit dem ungarischen Nationalteam sowie Ioannis Sgouropolos mit Griechenlands Mannschaft vergeblich um das Tokio-Ticket, zeigten aber in ihren Matches durchaus ansprechende Leistungen. Neben Frankreich konnten sich in Gondomar auch die Herren-Teams aus Serbien, Slowenien, Kroatien, Schweden, Südkorea, Taiwan und Portugal mit Achtelfinalsiegen für das Olympische Turnier qualifizieren. Als Sieger der zweiten Turnierphase löste am Sonntag schließlich auch Hongkong noch das heiß begehrte Olympiaticket.